Hokkaido in Spalten, eine Glasur aus Honig und Kürbiskern-Würze, obendrauf geröstete Kerne: Diese Ofenspalten sind in 35 Minuten fertig – als Beilage oder mit Joghurt-Dip als leichtes Abendessen.
Kürbisspalten aus dem Ofen mit Honig – knusprig, vegetarisch, in 35 Minuten
Zutaten
- 1 Stk Hokkaido-Kürbis, ca. 1 kg
- 3 EL Bio-Rapsöl
- 1 TL Bio-Kürbiskernsalz oder Salz
- Pfeffer aus der Mühle
- 4 Zweige frischer Thymian (oder 1 TL getrocknet)
- 2 EL Bio-Honig, z. B. Edelkastanie oder Akazie
- 1 EL Bio Kürbiskern Spice (oder Sojasauce)
- 1 Prise Chiliflocken (optional)
- 3 EL Bio-Kürbiskerne natur
- 2 TL Bio-Kürbiskernöl
- 250 g Joghurt für den Dip
- 1 Stk kleine Knoblauchzehe
- 1 Spritzer Bio-Honigessig oder Zitronensaft
Zubereitung
- Backrohr auf 200 °C Ober-/Unterhitze (180 °C Umluft) vorheizen. Ein Blech mit Backpapier auslegen.
- Hokkaido waschen, halbieren und Kerne samt Fasern mit einem Löffel entfernen. Die Schale bleibt dran. Jede Hälfte in etwa 2 cm dicke Spalten schneiden.
- Spalten mit 2 EL Rapsöl, Salz, Pfeffer und abgezupften Thymianblättern mischen und mit einer Schnittfläche nach unten und etwas Abstand auf das Blech legen.
- Etwa 15 Minuten backen, dann die Spalten wenden und weitere 10 Minuten backen.
- Inzwischen Honig, Kürbiskern Spice, 1 EL Rapsöl und nach Wunsch Chiliflocken verrühren.
- Spalten mit der Glasur bestreichen und noch 5 bis 8 Minuten backen, bis die Ränder karamellisiert sind. Dabei in der Nähe bleiben, damit nichts verbrennt.
- Kürbiskerne in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis sie sich aufblähen und leise knacken.
- Für den Dip Joghurt mit gepresstem Knoblauch, einem Spritzer Honigessig und einer Prise Salz verrühren.
- Spalten anrichten, mit den Kernen bestreuen, mit Kürbiskernöl beträufeln und mit dem Dip servieren.
Kürbis aus dem Ofen gehört zu den einfachsten Herbstessen überhaupt: Spalten schneiden, ölen, würzen, ab ins Rohr. Mit einer Glasur aus Honig und Kürbiskern-Würze werden die Ränder dunkel und leicht karamellig, das Innere bleibt weich. Geröstete Kürbiskerne und ein paar Tropfen Kernöl machen daraus eine Beilage, die auch allein mit einem Joghurt-Dip satt macht – vegetarisch und in gut 35 Minuten fertig.
Die Zutaten vom Hof
Für Glasur und Topping passen diese Produkte vom Bio-Kürbishof Metz und von der Demeter-Imkerei APIS-Z:
Welcher Kürbis eignet sich für Ofenspalten?
Am einfachsten ist der Hokkaido: Seine dünne Schale wird im Ofen weich und kann mitgegessen werden. Du sparst dir das Schälen, und die Spalten behalten beim Backen ihre Form. Ein Kürbis von rund einem Kilo ergibt etwa 16 Spalten – genug als Beilage für vier oder als Hauptgericht für zwei.
Butternuss und Muskatkürbis schmecken ebenfalls gut, haben aber eine festere Schale. Diese Sorten schälst du besser, bevor du sie in Spalten oder dicke Scheiben schneidest. Wichtig bei jedem Kürbis: Schmeckt ein rohes Stück deutlich bitter, gehört er nicht in den Topf. Bitterer Geschmack weist auf Cucurbitacine hin, und die werden auch durch Kochen nicht zerstört. Bei Kürbissen aus dem Handel kommt das selten vor, eine kleine Kostprobe vor dem Backen schadet trotzdem nicht.
Warum der Honig erst zum Schluss kommt
Honig besteht größtenteils aus Zucker, und Zucker wird bei 200 °C im Ofen schnell dunkel. Kommt die Glasur gleich am Anfang auf den rohen Kürbis, ist sie verbrannt, bevor der Kürbis weich ist – und schmeckt dann bitter statt karamellig. Deshalb backen die Spalten zuerst nur mit Öl und Gewürzen. Erst in den letzten fünf bis acht Minuten pinselst du die Glasur auf. Bleib in dieser Zeit in der Nähe des Ofens, denn die Ränder bräunen jetzt rasch.
Welcher Honig? Ein kräftiger Edelkastanienhonig bringt eine würzige, leicht herbe Note, die gut zum süßlichen Kürbis passt. Wer es milder mag, nimmt den flüssigen Akazienhonig, der sich besonders leicht verstreichen lässt. Beide stammen von der Demeter-Imkerei APIS-Z mit Sitz in Klosterneuburg. Für die salzige Seite der Glasur sorgt Kürbiskern Spice: eine fermentierte Würzsauce, die der Kürbishof Metz aus Kürbiskernpresskuchen und Weizen herstellt – ähnlich wie Sojasauce.

Kinder unter einem Jahr sollen keinen Honig essen. Honig kann Sporen des Bakteriums Clostridium botulinum enthalten, die im Darm von Säuglingen gefährlich werden können. Kocht ihr für die ganze Familie, nimm die Babyportion einfach vor dem Glasieren vom Blech. Für ältere Kinder und Erwachsene ist Honig unbedenklich.
Tipps fürs Gelingen
- Gleich dick schneiden: Spalten von etwa 2 cm an der dicksten Stelle garen gleichmäßig. Sehr dünne Spalten trocknen aus, sehr dicke bleiben innen hart.
- Platz lassen: Liegen die Spalten eng aneinander, dämpfen sie im eigenen Saft. Lieber ein zweites Blech nehmen.
- Schnittfläche nach unten: So bekommt jede Spalte eine goldbraune Seite. Nach 15 Minuten einmal wenden.
- Garprobe: Die Spalten sind fertig, wenn ein Messer ohne Widerstand hineingleitet.
- Kernöl nicht mitbacken: Kürbiskernöl ist ein Würzöl und verliert in der Hitze sein nussiges Aroma. Es kommt erst auf dem Teller dazu. Zum Backen nimmst du ein hitzestabiles Öl wie Bio-Rapsöl.
- Kerne frisch rösten: Kürbiskerne natur in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis sie sich aufblähen und leise knacken. Dann sofort aus der Pfanne nehmen.
Varianten
- Vegan: Honig ist nicht vegan. Ersetze ihn durch Ahornsirup und serviere die Spalten mit einem Dip aus Sojajoghurt.
- Mit Käse: Zerbröselten Schafkäse oder Feta in den letzten Minuten mitbacken. Wer streng vegetarisch isst, achtet auf Käse mit mikrobiellem Lab.
- Glutenfrei: Kürbiskern Spice enthält Weizen. Lass es weg und würze die Glasur mit einer Prise Kürbiskernsalz.
- Herzhaft mit Speck: Wer Fleisch isst, wickelt die Spalten in Speck – das Rezept dazu: Kürbisspalten im Speckmantel.
- Als Salat: Übrige Spalten lauwarm auf Vogerlsalat legen, mit Kürbiskernöl und einem Spritzer Bio-Honigessig beträufeln.
Aufbewahren
Am besten schmecken die Spalten frisch aus dem Ofen, solange die Ränder knusprig sind. Reste kommen abgedeckt in den Kühlschrank und werden am nächsten Tag im Ofen oder in der Pfanne kurz aufgewärmt – oder gleich kalt im Salat gegessen. Ein ganzer, unangeschnittener Kürbis hält an einem kühlen, dunklen und trockenen Ort mehrere Wochen. Ist er einmal angeschnitten, lagerst du ihn in Frischhaltefolie im Kühlschrank und verbrauchst ihn innerhalb weniger Tage.
Passt dazu
Als Beilage passen die Spalten zu Linsen, Getreide wie Hirse oder Bulgur und zu Gebratenem. Als leichtes Abendessen reichen der Joghurt-Dip und ein grüner Salat. Noch mehr Ideen mit Kürbis: Kürbisrisotto mit Kürbiskernöl, Kürbiscremesuppe, Kürbis-Curry, Kürbis-Kuchen vom Blech und unsere Rezeptideen mit Kürbiskernpesto.
Alle Produkte vom Hof findest du in der Kategorie Bio-Kürbishof Metz, unsere Demeter-Honige unter Bio-Honig & Oxymel.
Häufige Fragen
Nein. Die Schale des Hokkaido ist dünn, wird im Ofen weich und kann mitgegessen werden. Butternuss oder Muskatkürbis solltest du dagegen schälen.
Bei 200 °C Ober-/Unterhitze rund 25 bis 30 Minuten, je nach Dicke der Spalten. Sie sind fertig, wenn ein Messer ohne Widerstand hineingleitet.
Erst in den letzten 5 bis 8 Minuten. Honig enthält viel Zucker und verbrennt bei 200 °C schnell, wenn er die ganze Backzeit im Ofen ist.
Ab einem Jahr ja. Babys unter einem Jahr sollen keinen Honig bekommen. Nimm ihre Portion einfach vor dem Glasieren vom Blech.
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