Schweinsschopf, Knoblauch, Kümmel und eine Flasche Apfelmost: Der Mostbraten schmort zwei Stunden im Rohr und belohnt mit zartem Fleisch und einem fruchtigen Saft.
Mostbraten: Schweinsbraten mit Apfelmost wie im Mostviertel
Zutaten
- 1,5 kg Schweinsschopf (Nacken), ohne Schwarte
- 2 TL Salz
- 1 TL Kümmel, ganz
- 4 Stk Knoblauchzehen
- Pfeffer aus der Mühle
- 2 EL Bio-Rapsöl
- 2 Stk Zwiebeln
- 2 Stk säuerliche Äpfel
- 1 Stk Karotte
- 500 ml Bio-Apfelmost
- 250 ml Rindsuppe oder Gemüsesuppe
Zubereitung
- Knoblauch fein hacken. Fleisch mit Salz, Pfeffer, Kümmel und Knoblauch rundum einreiben, am besten am Vortag, und abgedeckt kühl stellen.
- Backrohr auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Fleisch im Bräter in Rapsöl rundum anbraten und herausnehmen.
- Zwiebeln, Äpfel und Karotte grob schneiden und im Bräter kurz anrösten. Mit 250 ml Most ablöschen.
- Fleisch auf das Gemüse setzen, Suppe angießen und den Bräter ins Rohr stellen.
- Etwa 2 Stunden braten, bis die Kerntemperatur etwa 75 °C erreicht. Alle 20 Minuten mit Saft übergießen und nach und nach den restlichen Most zugeben.
- Fleisch herausnehmen und zugedeckt 10 Minuten rasten lassen.
- Saft samt Gemüse durch ein Sieb streichen, aufkochen und abschmecken. Fleisch quer zur Faser aufschneiden und mit dem Saft servieren.
Im Mostviertel gehört der Most nicht nur ins Glas, sondern auch in den Bräter. Beim Mostbraten ersetzt Apfelmost das Wasser oder Bier, mit dem Schweinsbraten sonst aufgegossen wird. Er macht den Saft fruchtig und leicht säuerlich und passt perfekt zu Kümmel und Knoblauch. Dazu Äpfel und Zwiebeln im Bräter – und ein Sonntagsessen ist fertig.
Die Zutaten vom Hof
Diese Produkte vom Biobauern Lehof und vom Kürbishof Metz passen dazu:
Welches Fleisch?
Am saftigsten wird der Mostbraten mit Schweinsschopf (Nacken). Er ist gut durchwachsen und trocknet beim langen Schmoren nicht aus. Schulter funktioniert ebenso. Sehr mageres Karree wird schneller trocken. Frag beim Fleischer nach rund 1,5 kg für vier bis sechs Personen und reib das Fleisch am Vortag mit Salz, Kümmel und Knoblauch ein. So zieht die Würze tief hinein.
Most statt Wasser
Der Bio-Apfelmost vom Lehof in Strengberg wird in zwei Etappen angegossen: ein Teil zu Beginn, der Rest nach und nach beim Übergießen. So brennt nichts an und der Saft reduziert sich langsam. Die Äpfel zerfallen im Bräter und binden den Saft ganz natürlich. Alkohol verkocht beim Schmoren nicht vollständig. Wer ganz darauf verzichten will, nimmt naturtrüben Apfelsaft mit einem Schuss Apfelessig.
Wann ist der Braten fertig?
Am sichersten mit einem Bratenthermometer: Schweinsschopf ist bei einer Kerntemperatur von etwa 75 °C durchgegart. Bei 180 °C dauert das für 1,5 kg rund zwei Stunden. Lass den Braten danach zehn Minuten zugedeckt rasten, bevor du ihn aufschneidest, dann bleibt der Fleischsaft im Fleisch.
Tipps fürs Gelingen
- Anbraten: Das Fleisch rundum in Rapsöl anbraten. Die Röststoffe geben dem Saft Farbe.
- Regelmäßig übergießen: Alle 20 Minuten mit dem Bratensaft begießen.
- Saft passieren: Für einen feinen Saft Zwiebeln und Äpfel durch ein Sieb streichen.
- Gegen die Faser schneiden: In dünnen Scheiben quer zur Faser, dann wird jede Scheibe zart.
Beilagen
Klassisch sind Semmelknödel oder Erdäpfelknödel und warmer Krautsalat oder selbst gemachtes Rotkraut. Auch der steirische Erdäpfelsalat mit Kernöl passt gut. Zum Trinken: natürlich ein Glas Apfelmost.
Aufbewahren
Reste vom Braten halten im Kühlschrank zwei bis drei Tage. Kalt aufgeschnitten schmecken sie auf Schwarzbrot mit Kren, warm in etwas Saft im Rohr erwärmt.
Alle Säfte, Moste und Essige vom Biobauern findest du unter Lehof.
Häufige Fragen
Am besten Schweinsschopf (Nacken). Er ist durchwachsen und bleibt beim Schmoren saftig. Schulter geht auch.
Schweinsschopf ist bei etwa 75 °C Kerntemperatur durchgegart.
Nicht vollständig. Wer auf Alkohol verzichten will, nimmt naturtrüben Apfelsaft mit einem Schuss Apfelessig.
Bei 180 °C für 1,5 kg rund zwei Stunden. Entscheidend ist die Kerntemperatur, nicht die Uhr.
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