Maroni bringen Süße und Sämigkeit, ein säuerlicher Apfel und naturtrüber Apfelsaft die Frische: Diese Suppe ist in 40 Minuten fertig, vegetarisch und von Natur aus glutenfrei.
Maronisuppe mit Apfel – cremig, vegetarisch, in 40 Minuten
Zutaten
- 400 g Maroni, gegart und geschält (vakuumiert oder ca. 500–600 g frische in der Schale)
- 1 Zwiebel
- 100 g Knollensellerie
- 2 säuerliche Äpfel (z. B. Boskoop), davon 1 fürs Topping
- 2 EL Bio-Rapsöl oder Butter
- 150 ml Bio-Apfelsaft naturtrüb
- 750 ml Gemüsesuppe (bei Zöliakie glutenfrei)
- 100 ml Schlagobers
- 1–2 TL Apfelbalsamessig
- Salz, Pfeffer, frisch geriebene Muskatnuss
- 1 EL Butter fürs Topping
- 2 EL Bio-Kürbiskerne geröstet und gesalzen
- 2 TL Edelkastanienhonig
- einige Tropfen Kürbiskernöl, Thymian zum Garnieren
Zubereitung
- Frische Maroni kreuzweise einritzen, ca. 15 Minuten in Salzwasser kochen oder bei 175–200 °C 20–30 Minuten rösten und warm samt Innenhaut schälen. Vorgegarte Maroni direkt verwenden.
- Zwiebel und Sellerie würfeln. Einen Apfel schälen, entkernen und würfeln.
- Rapsöl oder Butter in einem Topf erhitzen, Zwiebel darin 3 Minuten glasig anschwitzen, Sellerie und Apfel 2 Minuten mitrösten.
- Maroni bis auf 2–3 Stück grob hacken, in den Topf geben und kurz mitrösten.
- Mit dem Apfelsaft ablöschen, Gemüsesuppe zugießen und zugedeckt ca. 20 Minuten leise köcheln, bis Sellerie und Maroni weich sind.
- Obers zugeben und die Suppe mit dem Stabmixer 1–2 Minuten fein pürieren. Ist sie zu dick, mit etwas Suppe verdünnen.
- Mit Salz, Pfeffer, Muskat und 1–2 TL Apfelbalsamessig abschmecken.
- Für das Topping den zweiten Apfel ungeschält würfeln und mit den übrigen gehackten Maroni in Butter 3–4 Minuten anbraten.
- Suppe anrichten, Apfel-Maroni-Würfel und Kürbiskerne daraufgeben, mit Edelkastanienhonig und ein paar Tropfen Kürbiskernöl beträufeln, mit Thymian garnieren.
Wenn in Wien die ersten Maronibrater ihre Öfen anheizen, ist auch die Zeit für diese Suppe gekommen. Maroni machen sie von selbst sämig und leicht süß, ein säuerlicher Apfel und ein Schuss naturtrüber Apfelsaft halten dagegen. Zum Schluss kommen ein paar knusprige Apfelwürfel, geröstete Kürbiskerne und ein Faden Edelkastanienhonig obendrauf. Die Suppe ist vegetarisch, von Natur aus glutenfrei und mit vorgegarten Maroni in rund 40 Minuten auf dem Tisch.
Die Zutaten vom Hof
Für Suppe und Topping passen diese Produkte vom Demeter-Hof Lehof, vom Bio-Kürbishof Metz und von der Demeter-Imkerei APIS-Z:
Frische oder vorgegarte Maroni?
Am schnellsten geht die Suppe mit vorgegarten, geschälten Maroni aus der Vakuumpackung. Sie kommen direkt in den Topf. Frische Maroni schmecken etwas intensiver, brauchen aber Vorarbeit: Ritze mit einem scharfen Messer auf der gewölbten Seite ein Kreuz von etwa 1,5 cm in die Schale. So platzen sie beim Garen nicht. Dann entweder rund 15 Minuten in leicht gesalzenem Wasser kochen, bis sie ganz bedeckt sind, oder bei 175 bis 200 °C etwa 20 bis 30 Minuten im Ofen rösten, bis sich die Einschnitte öffnen. Eine Schale Wasser im Rohr verhindert, dass sie austrocknen.
Wichtig beim Schälen: Neben der harten Schale sitzt eine dünne, bittere Innenhaut. Sie lässt sich am leichtesten entfernen, solange die Maroni noch warm sind. Für 400 g geschälte Maroni rechnest du mit etwa 500 bis 600 g frischen Maroni in der Schale – je nachdem, wie viele beim Schälen zerbröseln. Beim Einkauf auf eine glatte, glänzende, unbeschädigte Schale achten. Maroni, die beim Schütteln hohl klingen oder im Wasser oben schwimmen, sind meist vertrocknet.

Welcher Apfel passt in die Suppe?
Maroni sind von sich aus mild und leicht süß. Damit die Suppe nicht süßlich-schwer wird, braucht sie Säure. Nimm deshalb einen säuerlichen, kräftigen Apfel, zum Beispiel Boskoop, Topaz oder Elstar. Ein Apfel wird in der Suppe mitgekocht und püriert, den zweiten brätst du in Würfeln für das Topping an. Den Rest der Frische bringen naturtrüber Bio-Apfelsaft vom Lehof, mit dem du ablöschst, und ein, zwei Teelöffel Apfelbalsamessig ganz am Schluss. Der Lehof bewirtschaftet seine Obstgärten seit 2007 biologisch-dynamisch und verkauft unter der Marke Demeter.
Wer keinen Saft verwenden möchte, nimmt stattdessen einen kleinen Schuss Apfelmost. Er gibt eine herbere Note, enthält aber Alkohol, der beim Köcheln nur teilweise verdampft. Für Kinder bleibst du beim Saft.
Das Topping: Apfel, Kerne, Honig
Die Suppe selbst ist samtig und eher zurückhaltend. Erst das Topping macht sie besonders: Apfelwürfel kurz in Butter oder Rapsöl anbraten, bis sie leicht Farbe nehmen, aber noch Biss haben. Dazu eine Handvoll geröstete Kürbiskerne für Crunch und Salz. Zum Schluss ein dünner Faden Edelkastanienhonig: Er stammt aus dem Nektar der Edelkastanienblüte – vom selben Baum wie die Maroni – und schmeckt kräftig, würzig und leicht herb. Ein paar Tropfen Kürbiskernöl passen ebenfalls gut. Das Kernöl kommt erst auf den Teller, denn in der Hitze verliert es sein nussiges Aroma.
Kinder unter einem Jahr sollen keinen Honig essen. Honig kann Sporen des Bakteriums Clostridium botulinum enthalten, die im Darm von Säuglingen gefährlich werden können. Lass den Honig bei der Babyportion einfach weg. Für ältere Kinder und Erwachsene ist er unbedenklich.

Tipps fürs Gelingen
- Lange genug pürieren: Maroni sind stärkehaltig. Erst wenn du die Suppe ein bis zwei Minuten mit dem Stabmixer pürierst, wird sie wirklich samtig.
- Konsistenz am Ende einstellen: Beim Stehen dickt die Suppe nach. Ist sie zu fest, mit etwas Suppe oder Apfelsaft verdünnen.
- Erst zum Schluss abschmecken: Salz, Muskat und Essig erst nach dem Pürieren dosieren. Vorgegarte Maroni sind oft schon leicht gesalzen.
- Gemüsesuppe prüfen: Maroni sind glutenfrei. Wer Zöliakie hat, achtet auch bei Suppenwürfel oder Gemüsefond auf „glutenfrei“.
- Ein paar Maroni aufheben: Zwei, drei Maroni grob hacken und mit den Apfelwürfeln anbraten – das sieht schön aus und zeigt, was in der Suppe steckt.
Varianten
- Vegan: Statt Butter Rapsöl, statt Schlagobers Hafer- oder Sojacuisine und statt Honig ein paar Tropfen Ahornsirup.
- Mit Kürbis: Ersetze ein Drittel der Maroni durch Hokkaido-Würfel. Das ergibt eine orange, etwas leichtere Suppe – ähnlich unserer Kürbiscremesuppe.
- Würziger: Eine Messerspitze Zimt oder ein Lorbeerblatt beim Köcheln mitgeben (Lorbeer vor dem Pürieren entfernen).
- Als Festtagssuppe: In kleinen Gläsern oder Tassen als Vorspeise servieren, mit einem Klecks geschlagenem Obers und gehackten Kürbiskernen.
Aufbewahren und einfrieren
Im Kühlschrank hält die Suppe gut verschlossen zwei bis drei Tage. Sie dickt dabei nach – beim Aufwärmen etwas Flüssigkeit zugeben. Zum Einfrieren eignet sie sich ebenfalls; am besten frierst du sie ohne Obers ein und rührst es erst nach dem Auftauen und Erhitzen ein. Das Topping immer frisch zubereiten. Frische Maroni in der Schale bleiben im Kühlschrank in einem Beutel mit Luftlöchern bis zu zwei Wochen frisch, bei Zimmertemperatur trocknen sie schnell aus.
Maroni oder Rosskastanie?
Maroni sind die Früchte der Edelkastanie (Castanea sativa). Mit der Rosskastanie aus Parks und Alleen ist sie trotz des ähnlichen Namens nicht eng verwandt – und Rosskastanien sind für Menschen nicht essbar. Wer selbst sammelt, erkennt Maroni an der flachen Form mit Spitze und einem kleinen Büschel am Ende. Rosskastanien sind rund. Die Hülle der Edelkastanie trägt viele lange, feine Stacheln, die der Rosskastanie wenige kurze, harte. In Österreich wachsen Edelkastanien vor allem im Südosten, etwa im Mittelburgenland: Rund um Stoob und Mannersdorf stehen bis zu 350 Jahre alte Bäume, die Region ist Genussregion „Mittelburgenländische Kaesten und Nuss“. Geerntet wird dort von Mitte September bis Mitte Oktober.
Passt dazu
Als Vorspeise reicht ein Teller pro Person, als leichtes Abendessen mit einer Scheibe kräftigem Schwarzbrot (dann nicht mehr glutenfrei). Dazu passt ein Glas naturtrüber Apfelsaft. Mehr Ideen für die kalte Jahreszeit: Kürbiscremesuppe, Kürbisrisotto mit Kürbiskernöl und als süßer Abschluss Kaiserschmarrn mit Apfelmus.
Alle Produkte vom Lehof findest du in der Kategorie Lehof, unsere Demeter-Honige unter Bio-Honig & Oxymel und Kernöl, Rapsöl und Kerne beim Bio-Kürbishof Metz.
Häufige Fragen
Ja, das ist der schnellste Weg. Vorgegarte, geschälte Maroni aus der Vakuumpackung kommen direkt in den Topf. Sie sind oft schon leicht gesalzen, deshalb erst am Ende abschmecken.
Ritze ein Kreuz von etwa 1,5 cm in die gewölbte Seite, koche die Maroni rund 15 Minuten in leicht gesalzenem Wasser oder röste sie bei 175 bis 200 °C 20 bis 30 Minuten im Ofen. Schäle sie, solange sie warm sind – dann löst sich auch die bittere Innenhaut leichter.
Ja. Friere die Suppe am besten ohne Obers ein und rühre es erst nach dem Auftauen und Erhitzen ein. Das Topping aus Apfelwürfeln und Kürbiskernen immer frisch zubereiten.
Maroni (Edelkastanien) sind flach, laufen spitz zu und haben am Ende ein kleines Büschel, ihre Hülle trägt viele lange, feine Stacheln. Rosskastanien sind rund, ihre Hülle hat wenige kurze, harte Stacheln. Rosskastanien sind für Menschen nicht essbar.
Kommentare & Bewertungen
Noch keine Bewertung. Hast du das Rezept schon nachgekocht? Erzähl uns, wie es geworden ist!







Rezept bewerten oder kommentieren