Definition
ÖPUL ist das österreichische Agrarumweltprogramm. Betriebe, die freiwillig teilnehmen, verpflichten sich zu Leistungen für Klima, Boden, Wasser, Biodiversität oder Tierwohl und erhalten dafür Ausgleichszahlungen. Auch die biologische Wirtschaftsweise ist eine ÖPUL-Maßnahme.
Was bedeutet ÖPUL?
ÖPUL steht für Österreichisches Programm für umweltgerechte Landwirtschaft. Das aktuelle ÖPUL 2023 gilt seit 1. Jänner 2023 und ist bereits das sechste Agrarumweltprogramm seit dem EU-Beitritt 1995. Es ist Teil des GAP-Strategieplans 2023–2027. Die Maßnahmen sollen Klima, Biodiversität, Boden, Wasser und Luft schützen und das Tierwohl verbessern.
Wie funktioniert ÖPUL?
- Freiwillig: Betriebe wählen aus 26 Maßnahmen jene aus, die zu ihnen passen.
- Beispiele: Biologische Wirtschaftsweise, Pufferstreifen an Gewässern, Heuwirtschaft, Weidehaltung, Erhaltung gefährdeter Nutztierrassen oder Streuobstbäume.
- Biodiversitätsflächen: Wer an der Bio-Maßnahme oder der Maßnahme „Umweltgerechte und biodiversitätsfördernde Bewirtschaftung“ teilnimmt, muss mindestens 7 % der bewirtschafteten Fläche als Biodiversitätsfläche anlegen.
- Finanzierung: Rund 614 Millionen Euro pro Jahr, grundsätzlich etwa zur Hälfte aus EU-Mitteln, der Rest von Bund und Ländern.
2025 erhielten laut Landwirtschaftsministerium rund 89.800 Betriebe ÖPUL-Zahlungen – etwa 87 % der Betriebe im Fördersystem INVEKOS. Gefördert wurden rund 1,85 Millionen Hektar.
Was heißt das für dich?
ÖPUL ist kein Siegel und steht auf keinem Etikett. Es erklärt aber, warum viele Höfe Blühstreifen, Hecken oder Streuobstwiesen pflegen. Zahlen zur Entwicklung der Bio-Betriebe findest du in unserem Beitrag zum Grünen Bericht 2026.
Quellen: BMLUK – Agrarumweltprogramm ÖPUL, BMLUK – Schwerpunkte im ÖPUL 2023, AMA – ÖPUL Allgemeine Informationen (Stand: Oktober 2026)