Biodiversität

Biodiversität oder biologische Vielfalt umfasst drei Ebenen: die Vielfalt der Arten, die Vielfalt der Lebensräume und Ökosysteme sowie die genetische Vielfalt innerhalb der Arten – dazu zählen auch Nutztierrassen und Pflanzensorten.

Was bedeutet Biodiversität?

Biodiversität ist mehr als die Zahl der Tier- und Pflanzenarten. Das Landwirtschaftsministerium beschreibt drei Ebenen:

  • Artenvielfalt: freilebende Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen.
  • Vielfalt der Lebensräume: unterschiedliche Ökosysteme wie Wiesen, Hecken, Wälder oder Gewässer.
  • Genetische Vielfalt: die Unterschiede innerhalb einer Art – dazu gehören auch Nutztierrassen und gezüchtete Pflanzensorten.

Weltweit gehen wissenschaftliche Schätzungen von 10 bis 100 Millionen Arten aus, beschrieben sind bisher rund 1,7 Millionen.

Warum ist Biodiversität wichtig?

Vielfältige Ökosysteme können sich besser an Veränderungen wie den Klimawandel anpassen. Intakte Natur schützt außerdem vor Überschwemmungen und Bodenerosion. Wir Menschen sind bei Nahrung, Baustoffen und vielem mehr auf biologische Vielfalt angewiesen.

Was hat Landwirtschaft damit zu tun?

Viel: Im österreichischen Agrarumweltprogramm ÖPUL verpflichten sich Betriebe in der Bio-Maßnahme und in der Maßnahme „Umweltgerechte und biodiversitätsfördernde Bewirtschaftung“, mindestens 7 % ihrer Fläche als Biodiversitätsflächen zu bewirtschaften. Auch Streuobstbäume und Hecken werden gezielt gefördert. Im Garten hilfst du mit Pflanzen mit ungefüllten Blüten, die Nützlinge wie Florfliegen anlocken.

Genetische Vielfalt beginnt schon bei der Sortenwahl: Der Bio-Kürbishof Metz baut über 150 Kürbissorten an.

Quellen: BMLUK – Hintergrund zur biologischen Vielfalt, BMLUK – Schwerpunkte im ÖPUL 2023, Natur im Garten – Mischkultur, Fruchtfolge, Gründüngung (Stand: Oktober 2026)