Kompost

Kompost entsteht, wenn Bodenlebewesen und Mikroorganismen organische Abfälle wie Laub, Grasschnitt oder Küchenreste unter Luftzufuhr zersetzen. Reifer Kompost ist krümelig, riecht nach Walderde und dient als langsam wirkender Dünger und Bodenverbesserer.

Was ist Kompost?

Kompost ist ein Nährstoffspeicher aus Garten- und Küchenabfällen. Er belebt das Bodenleben, verbessert die Wasser- und Nährstoffspeicherung, fördert die Humusbildung und wirkt als langsam fließender organischer Dünger.

Wie funktioniert Kompostieren?

  • Bodenkontakt: Der Haufen sollte direkt auf der Erde liegen, damit Bodentiere einwandern können.
  • Luft: Grobes, holziges Material unten sorgt für Durchlüftung. Plastikfolie zum Abdecken bremst die Rotte.
  • Mischung: Feuchtes, grünes Material (Grasschnitt, Küchenreste) mit trockenem, braunem Material (Laub, Holzschnitt) mischen und gleichmäßig feucht halten.
  • Nicht hinein: Kot von Hunden und Katzen, bedrucktes Papier, Kohleasche, kranke Pflanzenteile und Schneckenkorn.

Nach etwa 3 bis 6 Monaten hast du Frischkompost, nach 6 bis 12 Monaten reifen Kompost. Ob er reif ist, zeigt ein einfacher Kressetest: Keimt Kresse darin gleichmäßig, passt es.

Was heißt das im Garten und am Hof?

Im Garten bekommen Starkzehrer wie Kürbis rund 4–6 Liter Kompost pro Quadratmeter und Jahr, Schwachzehrer wie Bohnen etwa 1,5 Liter. Auch im Bio-Landbau spielt Kompost eine zentrale Rolle: Die EU-Bio-Verordnung sieht organische Dünger vor, „vorzugsweise kompostiert“. Bei ich will Bio düngt Familie Dietl ihre Aronia mit Kompost. Wie du Kompost im Beet einsetzt, zeigt unser Hochbeet-Beitrag.

Quellen: Natur im Garten – Kompostieren, Natur im Garten – Fruchtfolge im Gemüsegarten, VO (EU) 2018/848, Anhang II, BIO AUSTRIA – Kompost nährt und belebt (Stand: Oktober 2026)