Humus

Humus ist die abgestorbene organische Substanz im und auf dem Boden – etwa Pflanzenreste, Wurzeln und Laub –, die von Bodenlebewesen ab-, um- und aufgebaut wird. Er beeinflusst Bodenfruchtbarkeit, Wasserspeicherung und die Bindung von Kohlenstoff.

Was ist Humus?

Als Humus bezeichnet man die abgestorbene organische Masse in und auf dem Boden. Sie entsteht vor allem aus Ernteresten, Wurzeln, Zwischenfrüchten, Stroh und Laub. Bodenlebewesen zersetzen dieses Material, wandeln es um und bauen daraus neue, stabilere Verbindungen auf. Humus besteht zu rund 58 % aus Kohlenstoff.

Warum ist Humus wichtig?

  • Bodenleben und Nährstoffe: Humus fördert die biologische Aktivität und liefert Nährstoffe.
  • Bodenstruktur: Er stabilisiert die Krümel des Bodens.
  • Wasser: Ein humoser Boden speichert mehr Wasser und trocknet langsamer aus.
  • Kohlenstoff: Ein Prozent Humus in den obersten 30 cm entspricht pro Hektar rund 42 Tonnen Humus bzw. 24 Tonnen Kohlenstoff.

Österreichische Ackerböden enthalten typischerweise 2 bis 4 % Humus, Grünland kann rund 10 % erreichen. Wie viel Humus ein Boden hat, hängt stark von Klima, Bodenart und Bewirtschaftung ab und lässt sich nicht beliebig steigern.

Wie wird Humus aufgebaut?

Bewährte Maßnahmen sind Zwischenfrüchte und Gründüngung, das Belassen von Ernteresten, schonende Bodenbearbeitung und organische Düngung mit Mist oder Kompost. Im Garten gilt dasselbe Prinzip: Kompost und eine Gründüngung über den Winter versorgen das Bodenleben mit Futter. Wie du das in deinem Beet umsetzt, zeigt unser Beitrag zum Hochbeet.

Quellen: Landwirtschaftskammer – Humusgehalte und Humusaufbau (2010), Natur im Garten – Gründüngung (Stand: Oktober 2026)