Ölkürbis

Der Ölkürbis (Cucurbita pepo var. styriaca) ist eine Kürbisform, deren Kerne keine harte, verholzte Schale haben. Sie entstand im 19. Jahrhundert durch eine Mutation und wurde in der Steiermark in Kultur genommen. Aus den dunkelgrünen Kernen wird Kürbiskernöl gepresst.

Was ist der Ölkürbis?

Der Ölkürbis ist eine Form des Gartenkürbisses. Das Besondere sind seine Kerne: Bei anderen Kürbissen sind sie von einer harten, verholzten Schale umgeben. Beim Ölkürbis sind die äußeren Zellschichten der Samenschale nicht verholzt. Darum sind die Kerne oliv- bis dunkelgrün und lassen sich ohne Schälen pressen oder essen.

Woher kommt der schalenlose Kern?

Die schalenlose Form entstand im 19. Jahrhundert durch eine spontane Mutation. Laut Landwirtschaftsministerium entdeckten steirische Bauern um 1880 diese weichschalige Form und begannen, sie gezielt anzubauen. Kürbiskernöl gab es aber schon früher: Erwähnt wird es bereits um 1739, damals aus geschälten Kernen.

Vom Kürbis zum Kernöl

  • Ernte: Mitte September bis Mitte Oktober, meist maschinell. Genutzt werden vor allem die Kerne.
  • Menge: Für einen Liter Kernöl braucht es etwa 2,5 bis 3 kg Kerne.
  • Rösten und Pressen: Für Kürbiskernöl werden die Kerne gemahlen, mit Wasser und Salz vermengt, geröstet und dann gepresst.
  • Nebenprodukt: Der Presskuchen wird oft als Futter verwendet.

2024 wurde Ölkürbis in Österreich laut Statistik Austria auf rund 33.000 Hektar angebaut. 2025 wurden laut Statistik Austria 26.900 Tonnen Kürbiskerne geerntet.

Ölkürbis, Kernöl und g.g.A.

„Steirisches Kürbiskernöl g.g.A.“ ist ein geschützter Name mit festgelegtem Gebiet für Anbau und Pressung, siehe g.g.A. und Kürbiskernöl g.g.A. erkennen. Ölkürbisse wachsen aber auch anderswo, etwa im Mostviertel: Der Bio-Kürbishof Metz in Haag erzeugt Bio-Kürbiskernöl und Kürbiskerne, zu finden in der Kategorie Bio-Kürbishof Metz.

Quellen: Österreichisches Patentamt – Spezifikation Steirisches Kürbiskernöl g.g.A., BMLUK – Steirisches Kürbiskernöl, AGES/top agrar – Ölkürbis-Sorten (2025), Statistik Austria – Feldfruchternte 2025 (Stand: Oktober 2026)