Freilandhaltung

Freilandhaltung ist eine Haltungsform für Legehennen mit Stall und Auslauf im Freien. EU-weit muss jede Henne tagsüber Zugang zum Auslauf und mindestens 4 m² Auslauffläche haben. Freilandeier tragen die Ziffer 1 im Erzeugercode.

Was bedeutet Freilandhaltung?

Bei der Freilandhaltung leben die Hennen in einem Stall und haben tagsüber uneingeschränkten Zugang zu einer Auslauffläche im Freien. Die EU-Vermarktungsnormen für Eier schreiben vor:

  • höchstens 2.500 Hennen pro Hektar Auslauf, also 4 m² pro Henne
  • der Auslauf darf grundsätzlich höchstens 150 m vom nächsten Stallausgang entfernt sein, mit ausreichend Unterständen bis zu 350 m

Woran erkennst du Freilandeier?

Am Erzeugercode, der auf jedes Ei gestempelt wird, zum Beispiel 1-AT-1234567:

  • Erste Ziffer = Haltungsform: 0 = Bio, 1 = Freiland, 2 = Boden, 3 = Käfig
  • Ländercode: AT steht für Österreich
  • Siebenstellige Nummer: der Betrieb, von dem das Ei stammt

Über die Österreichische Eierdatenbank lässt sich die Herkunft vieler Eier zurückverfolgen. Bio-Eier (Ziffer 0) stammen ebenfalls aus Auslaufhaltung, mit zusätzlichen Bio-Vorgaben, etwa zu Futter und Besatzdichte.

Was heißt das beim Einkauf?

Laut Landwirtschaftsministerium lebten 2024 rund 31 % der österreichischen Legehennen in Freilandhaltung. Achtung: In verarbeiteten Produkten wie Nudeln oder Gebäck muss die Haltungsform der verwendeten Eier nicht angegeben werden. Wer dort sicher gehen will, greift zu Bio-Produkten oder zu Herstellern, die die Haltungsform freiwillig nennen. Was hinter Siegeln wie dem AMA-Gütesiegel steckt, erklärt das Lexikon.

Quellen: Delegierte VO (EU) 2023/2465, Anhang II, BMLUK – Eierproduktion in Österreich, AMA-Marketing – Ei & Eiprodukte (Stand: Oktober 2026)