Definition
Bodenhaltung ist eine Haltungsform für Legehennen im Stall ohne Käfige. EU-weit sind höchstens neun Hennen pro Quadratmeter nutzbarer Fläche erlaubt, ein Auslauf ins Freie ist nicht vorgeschrieben. Bodenhaltungseier tragen die Ziffer 2.
Was bedeutet Bodenhaltung?
Bei der Bodenhaltung bewegen sich die Hennen frei in einem geschlossenen Stall, ohne Käfige, aber auch ohne vorgeschriebenen Auslauf ins Freie. Die EU-Mindestanforderungen aus der Legehennen-Richtlinie sind unter anderem:
- höchstens 9 Hennen pro m² nutzbarer Fläche
- mindestens ein Nest für je sieben Hennen
- mindestens 15 cm Sitzstange pro Henne
- mindestens 250 cm² Scharrfläche mit Einstreu pro Henne; die Einstreu muss mindestens ein Drittel der Bodenfläche bedecken
Woran erkennst du Bodenhaltungseier?
An der Ziffer 2 am Anfang des Erzeugercodes auf dem Ei, zum Beispiel 2-AT-1234567. „AT“ steht für Österreich, die siebenstellige Nummer für den Betrieb.
Was heißt das beim Einkauf?
Bodenhaltung ist in Österreich die häufigste Haltungsform: Laut Landwirtschaftsministerium lebten 2024 rund 56 % der Legehennen so. Ein Irrtum ist, dass „Bodenhaltung“ Auslauf bedeutet – das trifft erst ab Freilandhaltung (Ziffer 1) und bei Bio (Ziffer 0) zu. Käfighaltung, auch in sogenannten ausgestalteten Käfigen, ist in Österreich seit 1. Jänner 2020 verboten. In verarbeiteten Produkten wie Nudeln oder Kuchen muss die Haltungsform der Eier nicht angegeben werden. Das Lexikon erklärt auch, wofür das AMA-Gütesiegel bei Eiern steht.
Quellen: Richtlinie 1999/74/EG, Art. 4, BMLUK – Eierproduktion in Österreich, AMA-Marketing – Ei & Eiprodukte (Stand: Oktober 2026)