Bio-Honig

Bio-Honig stammt aus einer Imkerei, die nach der EU-Bio-Verordnung arbeitet und kontrolliert wird. Die Regeln betreffen vor allem den Standort der Bienenstöcke, das Wachs, die Fütterung und die Behandlung von Krankheiten wie der Varroa-Milbe.

Was macht Honig zu Bio-Honig?

Bienen fliegen dorthin, wo es blüht. Darauf hat die Imkerin kaum Einfluss. Die EU-Bio-Verordnung setzt deshalb bei der Haltung an:

  • Standort: Im Umkreis von drei Kilometern sollen die Trachtpflanzen im Wesentlichen biologisch oder umweltschonend bewirtschaftet sein, mit ausreichend Abstand zu Verschmutzungsquellen.
  • Wachs und Beuten: Beuten müssen grundsätzlich aus natürlichen Materialien sein, Wachs für neue Mittelwände aus Bio-Produktion.
  • Fütterung: Für den Winter muss genug Honig im Stock bleiben. Gefüttert werden darf nur, wenn das Volk sonst klimabedingt nicht überlebt – und dann nur mit Bio-Honig, Bio-Zucker oder Bio-Zuckersirup.
  • Varroa: Erlaubt sind etwa Ameisen-, Milch- oder Oxalsäure sowie Thymol oder Menthol.
  • Verboten sind etwa das Beschneiden der Flügel der Königin und chemisch-synthetische Mittel zum Vertreiben der Bienen bei der Ernte.

Wer auf Bio umstellt, hat eine Umstellungszeit von zwölf Monaten.

Was steht auf dem Etikett?

Seit 14. Juni 2026 müssen bei Honigmischungen alle Herkunftsländer im Hauptsichtfeld stehen, absteigend nach Gewicht und mit Prozentanteil. Die frühere Sammelangabe „Mischung von Honig aus EU- und Nicht-EU-Ländern“ fällt weg. Laut Lebensmittelbuch darf außerdem „kalt geschleudert“ nicht als Werbung verwendet werden, denn Honig wird ohnehin bei Stock- bis Raumtemperatur geschleudert.

Honig in Österreich

Laut Landwirtschaftsministerium gab es 2024 rund 32.000 Imkerinnen und Imker. Die Imkerei ist traditionell kleinstrukturiert. Der Selbstversorgungsgrad lag 2023/24 bei 48 %. Gut zu wissen: Honig – auch Bio-Honig – ist nichts für Kinder unter einem Jahr. Was es mit der Mischung aus Honig und Essig auf sich hat, erklärt der Eintrag Oxymel.

Bio-Honig bei ich will Bio

Unsere Honige kommen von der Demeter-Imkerei APIS-Z aus dem Raum Klosterneuburg: Blütenhonig aus dem Frühling und Sommer, ein gerührter Cremehonig, ein milder Akazienhonig und ein kräftiger Edelkastanienhonig. Demeter-Honig erfüllt die EU-Bio-Regeln und zusätzlich die Richtlinien von Demeter. Alle Sorten findest du in der Kategorie Bio-Honig & Oxymel.

Quellen: VO (EU) 2018/848, Anhang II, Österreichisches Lebensmittelbuch, Kapitel B 3 Honig (WKO), BMLUK – Weltbienentag, WKO – Honigverordnungs-Novelle 2026, ÖKO-TEST – Honig ist nichts für Babys (Stand: Oktober 2026)