Definition
Ein Vierkanthof ist ein großer Bauernhof, bei dem Wohn- und Wirtschaftsgebäude in vier Trakten einen geschlossenen Innenhof umgeben. Er ist typisch für das Mostviertel und angrenzende Teile Oberösterreichs.
Was ist ein Vierkanthof?
Beim Vierkanthof – kurz Vierkanter – sind Wohnräume und Stallungen unter einem Dach vereint und umschließen einen zentralen Innenhof. So entsteht ein großes, gut geschütztes Gehöft. Vierkanthöfe sind typisch für das Mostviertel und die benachbarten Gebiete Oberösterreichs.
Woran erkennst du einen Vierkanthof?
- Geschlossene Form: Vier Gebäudetrakte bilden ein Quadrat oder Rechteck um den Innenhof.
- Einheitliche Dachlinie: Der First ist auf allen Seiten gleich hoch.
- Meist zweigeschoßig und aus Stein oder Ziegel gebaut. Die Fassaden waren ursprünglich unverputzt, manche sind es bis heute.
Woher kommt die Bauform?
Laut Mostviertel Tourismus entstand die Form wahrscheinlich in unsicheren Zeiten nach dem Vorbild mittelalterlicher Burgen. Es gibt aber auch andere Theorien. Im Mostviertel ist der Vierkanter eng mit der Mostkultur verbunden. Ein Sprichwort der Region sagt: „Diese Häuser hat der Most gebaut.“ Selbst das Stift Seitenstetten trägt wegen seines Innenhofs den Beinamen „Vierkanter Gottes“.
Vierkanthöfe bei ich will Bio
Einige unserer Partnerhöfe sind Vierkanthöfe, die bis heute bewirtschaftet werden: der Bio-Kürbishof Metz in Haag und der Lehof in Strengberg.
Quellen: Mostviertel Tourismus – Geschichte und Geschichten der Moststraße, Niederösterreich Werbung – Mostviertler Mostbirne (Stand: Oktober 2026)