Ökologischer Fußabdruck

Der ökologische Fußabdruck misst, wie viel biologisch produktive Fläche nötig ist, um den Bedarf eines Menschen, Landes oder der Menschheit an natürlichen Ressourcen zu decken und ihre Abfälle wie CO₂ aufzunehmen. Gemessen wird in „globalen Hektar“.

Was ist der ökologische Fußabdruck?

Der ökologische Fußabdruck ist ein Maß dafür, wie stark wir Ökosysteme beanspruchen. Er rechnet aus, wie viel biologisch produktive Fläche nötig ist, um das zu erneuern, was wir verbrauchen: Nahrung, Fasern und Holz, Flächen für Straßen und Gebäude, Energie – und die Aufnahme von Abfällen wie CO₂ aus fossilen Brennstoffen. Dem gegenüber steht die Biokapazität, also die Fläche, die tatsächlich zur Verfügung steht.

Wie wird gerechnet?

Die Einheit ist der globale Hektar: ein biologisch produktiver Hektar mit weltweit durchschnittlicher Produktivität. So lassen sich unterschiedliche Flächen miteinander vergleichen. Laut Global Footprint Network standen 2025 weltweit rund 12,2 Milliarden globale Hektar Biokapazität einem Bedarf von 21,7 Milliarden gegenüber – das 1,8-Fache dessen, was die Natur erneuern kann.

Daraus ergibt sich auch der Erdüberlastungstag: Er markiert den Tag, an dem die Menschheit die Ressourcen eines Jahres verbraucht hat. 2026 fiel er laut Global Footprint Network auf den 30. Juli.

Was sagt er aus – und was nicht?

Der Fußabdruck ist ein Modell mit Grenzen: Wasser wird nicht als Menge erfasst, und Bodenschätze werden nicht direkt gemessen. Er ersetzt daher keine detaillierten Bewertungen einzelner Produkte. Für den Alltag hilft er vor allem, Größenordnungen zu verstehen. Der ökologische Fußabdruck ist außerdem nicht dasselbe wie ein reiner CO₂-Fußabdruck, der nur Treibhausgase betrachtet. Wie Landwirtschaft auch Lebensräume prägt, erklärt der Eintrag Biodiversität.

Quellen: Global Footprint Network – What the Ecological Footprint measures, Global Footprint Network – Earth Overshoot Day 2026 (Stand: Oktober 2026)