Definition
Die Fruchtfolge ist die geplante zeitliche Abfolge verschiedener Kulturen auf derselben Fläche. Sie hilft, Nährstoffe auszugleichen, Unkraut, Krankheiten und Schädlinge einzudämmen und Humus aufzubauen. Im Bio-Ackerbau ist eine mehrjährige Fruchtfolge mit Leguminosen Pflicht.
Was bedeutet Fruchtfolge?
Fruchtfolge heißt: Auf einem Feld oder Beet wachsen nicht jedes Jahr dieselben Pflanzen, sondern verschiedene Kulturen in geplanter Reihenfolge. BIO AUSTRIA bezeichnet die Fruchtfolge als das wichtigste Werkzeug im Bio-Ackerbau – für Nährstoffversorgung, Unkrautregulierung, Vorbeugung gegen Krankheiten und Schädlinge sowie den Aufbau von Humus.
Wie funktioniert Fruchtfolge im Bio-Landbau?
Die EU-Bio-Verordnung schreibt für Ackerflächen eine mehrjährige Fruchtfolge vor, die verpflichtend Leguminosen wie Klee, Erbsen oder Bohnen als Hauptfrucht oder Untersaat enthält. Leguminosen binden mit Hilfe von Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft. Als Faustregeln nennt BIO AUSTRIA unter anderem:
- Stickstoffsammler und Stickstoffzehrer abwechseln
- Sommer- und Winterkulturen abwechseln
- Getreide und Blattfrüchte abwechseln
- Tiefwurzler einbauen und den Boden möglichst ganzjährig bedecken
Was heißt das im Garten?
Natur im Garten empfiehlt einen Vier-Jahres-Rhythmus: Im ersten Jahr Starkzehrer wie Kürbis, Zucchini oder Tomaten, im zweiten Mittelzehrer wie Zwiebeln, Karotten oder Salat, im dritten Schwachzehrer wie Erbsen, Bohnen und Kräuter, im vierten eine Gründüngung als „Erholungsjahr“. Pflanzen derselben Familie solltest du nicht jedes Jahr ins gleiche Beet setzen, weil sie oft dieselben Krankheiten haben – Kohlrabi nach Brokkoli etwa begünstigt die Kohlhernie. Tipps für dein Beet findest du in unserem Hochbeet-Beitrag.
Quellen: VO (EU) 2018/848, Anhang II, BIO AUSTRIA – Fruchtfolge im Bio-Ackerbau, Natur im Garten – Fruchtfolge im Gemüsegarten, Natur im Garten – Gründüngung (Stand: Oktober 2026)