Permakultur

Permakultur ist ein Gestaltungsansatz für Gärten, Höfe und Landschaften, die die Muster und Beziehungen der Natur nachahmen und dauerhaft Nahrung, Fasern und Energie liefern sollen. Der Begriff stammt von Bill Mollison und David Holmgren aus den 1970er-Jahren.

Was bedeutet Permakultur?

Permakultur beschreibt bewusst gestaltete Landschaften, die die Muster und Beziehungen in der Natur nachahmen. Sie sollen für den örtlichen Bedarf reichlich Nahrung, Fasern und Energie liefern. Den Begriff prägten Bill Mollison und David Holmgren Mitte der 1970er-Jahre. Das Gründungswerk ist das Buch „Permaculture One“ von 1978.

Wie funktioniert Permakultur?

Grundlage sind drei ethische Leitsätze: Sorge um die Erde, Sorge für den Menschen und faires Teilen. Dazu kommen zwölf Gestaltungsprinzipien, zum Beispiel:

  • Beobachten und interagieren
  • Energie einfangen und speichern
  • Keinen Abfall produzieren
  • Integrieren statt trennen
  • Kleine und langsame Lösungen nutzen
  • Vielfalt nutzen und schätzen
  • Ränder nutzen und das Randständige wertschätzen

Was heißt das im Garten?

Viele Methoden, die du aus dem naturnahen Garten kennst, passen zu diesen Prinzipien: Küchen- und Gartenabfälle werden zu Kompost, Mischkulturen nutzen Vielfalt, Gründüngung hält den Boden bedeckt. Ein Hochbeet lässt sich ebenfalls nach Permakultur-Ideen anlegen – Anregungen findest du in unserem Hochbeet-Beitrag.

Was heißt das beim Einkauf?

Permakultur ist ein Gestaltungsansatz, aber keine geschützte Bezeichnung wie „bio“ und kein Kontrollsiegel. Geschützt und kontrolliert sind nur die Begriffe „bio“ und „öko“ nach der EU-Bio-Verordnung. Wenn dir kontrollierte Bio-Qualität wichtig ist, achte auf das EU-Bio-Logo mit Kontrollstellen-Code.

Quellen: David Holmgren – Die Essenz der Permakultur, VO (EU) 2018/848, Art. 30 (Stand: Oktober 2026)