Definition
Bei einer Solawi (Solidarischen Landwirtschaft) bilden ein Hof und Konsument:innen eine Wirtschaftsgemeinschaft: Die Mitglieder finanzieren die Produktion mit, teilen das Risiko und bekommen dafür einen Anteil an der Ernte.
Was ist eine Solawi?
Solawi steht für Solidarische Landwirtschaft, international auch CSA (Community Supported Agriculture). Konsument:innen und Landwirt:innen schließen sich zu einer Wirtschaftsgemeinschaft zusammen. Sie teilen sich die Kosten der Produktion, das damit verbundene Risiko und die Ernte.
Wie funktioniert eine Solawi?
- Fixer Beitrag: Die Mitglieder zahlen einen vereinbarten Betrag – oft für eine ganze Saison im Voraus.
- Ernteanteil: Dafür bekommen sie regelmäßig, meist wöchentlich, einen Anteil an dem, was gerade geerntet wird. Wie groß er ist, hängt von der Ernte ab.
- Geteiltes Risiko: Fällt die Ernte schlecht aus, tragen das alle gemeinsam – nicht nur der Hof.
- Mitgestalten: Oft können Mitglieder am Hof mithelfen und mitentscheiden.
Laut BIO AUSTRIA haben die einzelnen Gruppen unterschiedliche Schwerpunkte, gemeinsam ist ihnen der Fokus auf ökologische, nachhaltige Bewirtschaftung. Als erste Solawi Österreichs gilt die Gärtnerei GeLa Ochsenherz in Gänserndorf, die seit 2011 so arbeitet und laut BIO AUSTRIA heute mehr als 300 Haushalte wöchentlich versorgt.
Was heißt das für dich?
Eine Solawi ist kein Siegel und sagt allein noch nichts darüber aus, ob ein Hof bio-zertifiziert ist – das musst du beim jeweiligen Betrieb nachfragen. Du bekommst, was die Saison hergibt, und weißt genau, woher dein Gemüse kommt. Eine andere Möglichkeit, Höfe direkt zu unterstützen, ist der Einkauf bei Betrieben, die ihre Produkte selbst vermarkten – unsere Partnerbetriebe stellen wir auf der Seite Bio-Höfe vor.
Quellen: LK Burgenland – Alternative Lebensmittelnetzwerke, BIO AUSTRIA – Solidarische Landwirtschaft, BIO AUSTRIA – Bio-Award 2026 für GeLa Ochsenherz (Stand: Oktober 2026)